Lateinischer Name: Symphytum officinale
Beinwell gehört zu den besonders wertvollen Arnzeipflanzen der naturheilkundlichen Medizin. Schon im Altertum wurde Beinwell wegen seiner heilkräftigen Wirkung unter anderem auch bei Verstauchungen oder Quetschungen äußerlich eingesetzt.
Sowohl sein botanischer Name „symphytum“ aus dem Griechischen „symphein“ = zusammen wachsen (bei Knochenbrüchen) wie auch die deutsche Bezeichnung Beinwell oder auch Wallwurz – vom altdeutschen „Wallen“ – weisen auf das Zusammenheilen von Knochen hin. Moderne pharmakologische und therapeutische Studien bestätigen inzwischen die sehr gute entzündungshemmende, schmerzlindernde und abschwellende Wirkung von Symphytum.
In der modernen Naturheilmedizin hat sich eine spezielle Hochleistungssorte des Beinwells einen Namen gemacht: „Symphytum x uplandicum Nyman“ auch als Trauma-Beinwell bekannt – ein für medizinische Zwecke entwickeltes Kultivar. Diese spezielle Sorte wird ausschließlich in oberbayrischen Klostergärtnereien angebaut.
Vorkommen: der gewöhnliche Beinwell: Europa
Die Hochleistungssorte Symphytum x uplandicum Nyman wird in Deutschland/Ober-Bayern angebaut
Die anspruchslose Pflanze, die feuchte Standorte bevorzugt, wird etwa 80 cm hoch. Ihre traubenähnlich herabhängenden Blüten können weiß sein, aber auch über ein intensives Violett bis in ein dunkles Blau übergehen.
Verwendete Pflanzenteile:
Von der Hochleistungssorte Trauma-Beinwell werden ausschließlich die oberirdischen Teile (Blüten und Blätter) verwendet, da diese besonders wirkstoffreich und zudem frei von leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloiden (Nachweisgrenze: 0,1μg pro 1g) sind. Trauma-Beinwell kann somit auch bei begleitenden, offenen Schürfwunden angewendet werden.
Die Wurzel des Beinwells wird ebenfalls in der Medizin verwendet, allerdings kann hier ein Pyrrolizidinalkaloidgehalt nicht ausgeschlossen werden. Eine Anwendung auf offenen Schürfwunden ist hier ausgeschlossen.
Grundsätzlich zählen zu den “wirksamkeitsmitbestimmenden” Inhaltsstoffen Allantoin, das über wundheilungsfördernde und geweberegenerierende Effekte verfügt.
Derivate (abgeleiteter Stoff der Grundsubstanz ähnlicher Struktur) der Rosmarinsäure, die für die entzündungshemmenden und antimikrobiellen Effekte bekannt sind sowie Cholin, das als gefäßaktive Substanz kapillarabdichtend und antiexsudativ (gegen Austritt von Gewebsflüssigkeit und damit gegen Ödembildung) wirkt.
| Prellungen |
| Verstauchungen |
| Muskel- und Gelenkbeschwerden |
| Rückenschmerzen in Folge stumpfer Verletzungen |
| Hochleistungssorte Trauma-Beinwell auch begleitend bei Schürfwunden |
Homöopathie: Bei stumpfen Verletzungen, Durchblutungsstörungen, schlecht heilenden Wunden, Arthrosen , Gelenkschmerzen.
Phytotherapie: Der Inhaltsstoff Allantoin regt die Zellteilung an und unterstützt die Wundheilung. Äusserlich angewendet wirkt es auch schmerzlindernd. Muskel- und Gelenkbeschwerden, Rückenschmerzen in Folge stumpfer Verletzungen, Prellungen und Verstauchungen (auch Sportverletzungen). Die Hochleistungssorte Trauma-Beinwell ist auch bei begleitenden, offenen Schürfwunden anwendbar.
nicht während Schwangerschaft und Stillzeit verwenden.
keine innerliche Anwendung wegen der leberschädigenden Wirkung der Pyrrolizidinalkaloide.
Kinder unter 4 Jahren
mögliche allergische Reaktion auf Beinwell
in sehr seltenen Fällen können Hautrötungen auftreten, die individuell bedingt sind bei Patienten mit extrem empfindlicher Haut





























