Lateinischer Name: Hypericum perforatum
Bis 60 cm hoher Strauch mit aufrechtem, rötlichem Stängel
sowie länglichen, mit Drüsen bedeckten Blättern.
Johanniskraut hat goldgelbe, in Trugdolden stehende Blüten und eine eiförmige, gefächerte Frucht.
Vorkommen / Verbreitung
Europa, West-AsienVerwendete Pflanzenteile:
Kraut (innerlich),
Blüten (äußerlich).
Hypericine, Hyperforine,
Flavonoide.
| Nervöse Unruhezustände |
| Leichte Depressionen |
| Angstzustände |
| Psychovegetative Störungen |
Homöopathie: Bei Stimmungsschwankungen bis leichte Depressionen, Asthma und Verletzungen des Nervensystems.
Nicht anwenden bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit!
Da Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht, sollten insbesondere hellhäutige Personen während der Einnahme auf Sonnenbäder (auch in Solarien!) verzichten.
Nicht anwenden bei Verdacht auf schwere Depression!
Johannispräparate sind hier nicht wirksam, es ist unbedingt baldmöglichst eine Behandlung durch einen Arzt erforderlich.
Nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt während Schwangerschaft oder Stillzeit einnehmen!
Es gibt keine Untersuchungen, die die Unbedenklichkeit belegen.
Nicht bei Kindern verwenden!
Die Behandlung depressiver Erkrankungen im Kindesalter gehört unbedingt in die Hände eines Spezialisten.
Nicht anwenden, wenn gleichzeitig Medikamente eingenommen werden, deren Wirkung durch Johanniskraut beeinflusst werden kann! Dazu gehören Ciclosporin,Tacrolimus, Arzneimittel gegen HIV (AIDS) wie z.B. Indinavir, Zytostatika wie z.B. Irinotecan und andere Antidepressiva.
Anwendungsdauer:
Wie bei anderen Antidepressiva tritt die stimmungsaufhellende Wirkung erst allmählich ein und es ist eine Behandlung über einen längeren Zeitraum erforderlich. Bemerkt man jedoch nach 2 bis 4 Wochen keine Verbesserung der Beschwerden, so ist unbedingt ein Arzt zu Rate zu ziehen.
Wechselwirkungen:
Neuere Untersuchungen ergaben den Hinweis, dass hochdosierte Johanniskrautextrakte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auslösen können, die z.T. erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben können.
Daher sollten Personen, die bereits andere Medikamente einnehmen, vor der Anwendung entsprechender Johanniskrautpräparate ihren Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen. Ebenso sollten Patienten, die Johanniskrautpräparate einnehmen, ihren Arzt über diese Medikation informieren, wenn sie andere Arzneimittel verordnet bekommen.
Johanniskraut kann die Aktivität körpereigener, arzneimittelabbauender Enzyme (Cytochrom P450, z.B. CYP3A4) erhöhen und die Wirksamkeit von Medikamenten, die über diese Enzyme verstoffwechselt werden, abschwächen. So kann z.B. nicht ausgeschlossen werden, dass Johanniskrautpräparate die Wirkung oraler Kontrazeptiva (Anti-Baby-Pille) beeinträchtigen und es zu Zwischenblutungen und sogar zu einer ungewollten Schwangerschaft kommen könnte. Weiterhin kommt es durch Johanniskraut zu einer Induktion des Transporterproteins P-Glycoprotein (MDR-1), das bestimmte Medikamente, wie z.B. Digoxin aus der Zelle ausschleusst und somit zu einer erniedrigten Bioverfügbarkeit beiträgt.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten die ebenfalls serotonerge Wirkungen entfalten wie z.B. Triptane oder SSRIs kann ein Serotoninsyndrom auftreten.
Nebenwirkungen:
Johanniskrautpräparate werden im Allgemeinen sehr gut vertragen. Selten können Magen-Darmbeschwerden, allergische Hautreaktionen, Müdigkeit oder Unruhe auftreten.
Erhöhte (Sonnen)lichtempfindlichkeit;
allergische Reaktionen;
Magen-Darm-Beschwerden.




























